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Koch unterwegs.




Thomas Koch kommentiert in seiner monatlichen Kolumne “Koch unterwegs” Out-of-Home- Kampagnen, die ihm auf seinen Reisen durch Deutschland begegnen.







Mega Lights sind von gestern…

Wenn man nach Kalifornien und Nevada aufbricht, dann erwartet man die schönsten Landschaften der Welt, Hollywood, Mega-Highways, Fastfood an jeder Straßenecke, coole Leute… aber auch Außenwerbung der Spitzenklasse. Und wird natürlich nicht enttäuscht.

Los Angeles: Eine Riesentafel entlang einer der 12-spurigen Highways… ein Plakat für McDonald´s. Abgebildet ist ein mouth-watering Hamburger. Daneben der schlichte Text: „Don´t bite into the billboard.“

Dann in einem Kosmetiksalon in Palm Springs: Ein Plakat für einen Badezusatz. „The economy stinks, but YOU don´t have to!”

Im werblichen Umgang mit ihrer Sprache sind uns die angelsächsischen Länder schon immer überlegen gewesen. Daran wird sich nichts ändern. Aber eigentlich hatte ich ja nicht nach witzigen Plakat-Texten, sondern nach neuen, spektakulären Formen der Außenwerbung gesucht. Nach etwas, das es bei uns einfach nicht gibt. In Las Vegas wurde ich dann endlich fündig.


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Stellen Sie sich vor: Sie stehen auf dem Strip vor dem Wynn, dem mit fast 3 Mrd. $-Baukosten teuersten Hotel der Welt. Davor die unweigerliche, imposante LCD-Wand, wie sie vor jedem der riesigen Vegas-Hotels steht und die Attraktionen im Hotel ankündigt. Sie alleine ist gefühlte 16 Stockwerke hoch. Plötzlich setzt sich die Fassade, auf der der Wynn-Schriftzug steht, in Bewegung – und gibt den Blick frei… auf Chanel-Werbung! Dann fährt sie wieder hoch und kündigt die Show von Beyoncé an, als wäre nichts gesehen…

Das ist also die amerikanische Antwort auf unsere simplen Mega-Light-Wechsler. Das können wir uns nicht einfach bieten lassen! Unsere sprichwörtliche Kreativität schlägt doch jederzeit die Milliarden eines Herrn Wynn. Oder? Ran an die Arbeit.