„Jetzt, wo es wieder aufwärts geht, muss der Sparwahn endlich der Vergangenheit angehören. Auch in der Außenwerbung.
Ein Packshot, ein paar abgedroschene Worte, „Neu“ muss irgendwo hin, dann noch das Logo oben oder unten rechts – fertig ist das Plakat. Kost nix, bringt nix.
Aber es gibt sie noch: Unternehmen und Agenturen, die Plakat-Kampagnen schaffen, die mehr als einfach nur auffallen. Jetzt kommt HRS und zeigt uns, wo die Messlatte liegt. Hier wird an nichts gespart: Hotels haben verschiedenste Kunden, also bekommt jede Zielgruppe ihr eigenes Motiv, ihr eigene, augenzwinkernde Ansprache – und sogar ihr eigenes Testimonial. Wo sich herkömmliche Kampagnen mit nur einem Vorzeige-Menschen begnügen, lässt es HRS krachen. Mit Sonya Kraus, Bill Kaulitz, Rudi Assauer u.v.a.m.
Und wenn man so viele verschiedene Kunden und Motive hat, kann sich auch die Mediaagentur austoben und die Plakate da platzieren, wo die Menschen sind. Wie z. B. im Bahnhof. Aber nicht nur, weil da per se viele Menschen sind, sondern weil viele Reisende sich mit dem Thema Übernachtung herumquälen.
Wo ist der Haken? Denken Sie jetzt… Hat er diesmal nichts zu mosern? Nein. Vielleicht ist es einen Versuch wert, eine beispielhafte Kampagne vorzustellen, die alles richtig macht. Vielleicht versinken jetzt alle anderen im Boden, die für die sonst gähnende Langeweile im Straßenbild zuständig sind. Wär doch auch ein Ergebnis.
Mein Lieblingsmotiv? Assauer, der Macho, rauchend im Hotelbett mit dem Spruch „Wellnesshotels sind was für Frauen. Deshalb bin ich ja auch hier.“ Übrigens, habt ihr bei HRS eine Sortierung nach Raucher-Hotels? Ach, nicht. Dann habe ich doch was zu mosern…“
20. Apr 2010, 16:08 – Filip