„Endlich wieder Advent. Da hat man ja Gäste, die man nicht mit ollem Filterkaffee langweilen will. Also muss eine dieser modernen Kaffee-Maschinen her. Diese mit Kapseln, Pads oder wie die neuerdings heißen. Übrigens auch ein prima Weihnachtsgeschenk für Leute, die noch Platz in der Küche haben.
Denken sich auch die Nescafés, Nespressos, Senseos und Tassimos. Und plakatieren, was das Zeug hält. Da aber kein Mensch die Vor- und Nachteile dieser Systeme versteht, sollte sich wenigstens die Reklame unterscheiden.
Nespresso macht es sich einfach und spannt George Clooney vor ihren Karren. Sagt mir zwar nichts über deren Kaffeemaschinen, aber George ist immerhin cool und sexy… Nescafé Dolche Gusto lässt ihre Maschinen zu „Get up“ von James Brown tanzen. Hat zwar auch nichts mit Kaffee zu tun (oder, politically incorrect: doch?) und meist sitze (!) ich ja beim Kaffeetrinken, aber… na gut.
Dann erspähe ich dieses Plakat. Der Mediaagentur ist nichts vorzuwerfen: Beleuchtete Säulen mitten in der weihnachtlich geschmückten Stadt, genau zwischen zwei Kaufhäusern. Klasse.
Auf dem Motiv erkenne ich ein Pärchen schwer definierbaren Alters. Sie umarmt ihn freudig. Und worüber freut sie sich so? Über eine Reise, ein neues Handy, den neuen Energieversorger? Nein. Ganz unten rechts, kaum erkennbar, ist etwas abgebildet, das entfernt an eine Kaffee-maschine erinnert. Die Marke? Keine Ahnung, denn das Logo ist noch winziger…
Liebe Kreativagentur: Ich weiß, wie schwer es ist, so ein dämliches Logo sichtbar auf einem Plakat abzubilden. Da fehlt einfach der Platz…
Lieber unbekannter Kunde: Es ist mir nicht einmal gelungen Ihre Maschine auszugoogeln. Können Sie mir bitte mal so ein Gerät zuschicken, damit ich endlich weiß, was Sie da plakatieren?“
07. Dez 2009, 11:17 – Filip