Alles andere als konventionell präsentieren sich die erfolgreichsten Beiträge des diesjährigen Airport Media Award (AMA): Die sechs Arbeiten, die am 26. November in Düsseldorf prämiert wurden, bringen die Vielfalt der Werbemöglichkeiten am Flughafen vor allem durch eine perfekte Abstimmung von Inszenierungen und Installationen mit dem unmittelbaren Umfeld zur Geltung. Auf diese Weise entstehen ganz neue Arten der Kommunikation mit Zielgruppen. Besonders spektakulär ist dies im Falle des Gold-Gewinners in der Kategorie „geschaltete Kampagnen“ gelungen: Amnesty International ließ eine junge Frau in einen transparenten Koffer steigen und diesen auf dem Gepäckband seine Runden drehen, um gegen den Menschenhandel mit Frauen und Mädchen zu protestieren (Agentur: Serviceplan, München).
Am Flughafen Salzburg spielten die Gepäckbänder sogar die Hauptrolle, als es darum ging, das Kurvenlicht der Mercedes E-Klasse zu demonstrieren – auf die Bänder gedruckte Folien machen deutlich, wie die Scheinwerfer die Kurven ausleuchten, bevor der Wagen sie erreicht. Die Idee zu dieser Kampagne, die mit Silber ausgezeichnet wurde, stammt von der Agentur Springer & Jacoby, Wien. Den dritten Platz holte sich die Hamburger Agentur Terrahe mit der riesengroßen Nachbildung eines Flachbildschirms von Sharp Electronics Europe an der Zufahrt zum Berliner Flughafen Tegel.
In der Kategorie „freie Kampagnen“ gab es Gold für die geschickte Platzierung von Werbung für „Tatort“-DVDs auf den Bildschirmen beim Quick Check-in. Mit Silber prämierte die Jury die Nutzung der Klapptische an den Rückenlehnen von Flugzeugsitzen für einen Spendenaufruf der Hilfsorganisation Kinder Afrikas – beim Herunterklappen der Tische strecken sich dem Betrachter die bittenden Hände von Kindern entgegen. Beide Beiträge stammen von der Agentur Fahrnholz Junghanns Raetzel (FJR), München. Im Gegensatz zu diesem eher minimalistischen Konzept setzte Philipp und Keuntje, Hamburg, auf Gigantomanie: ein riesiger Kofferturm auf einem Gepäckwagen verdeutlichte die Größe des Laderaums in Audi Q7.
Für die Gold-Gewinner des Airport Media Awards, der von den 16 Mitgliedern der Initiative Airport Media getragen wird, stehen nun Werbeflächen und –träger im Mediawert von jeweils 50.000 Euro an den beteiligten Flughäfen zur Verfügung.
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07. Dez 2009, 11:47 – Filip